Du kannst mehr Deutsch, als Du denkst! // Gewinner

Liebe Freunde,

an dieser Stelle möchten wir Ihnen einige Gewinner des Schreibwettbewerbs von „Du kannst mehr Deutsch, als Du denkst!“, präsentieren.

 

Nurayim Malik Kyzy

München

Ich gehe zur Uni jeden Tag.
Auf dem Weg sehe ich den Pub „München“.
Ich bin im Unterricht und Professor fragt
wohin wir in Deutschland zu reisen wünschen.

Man nennt Frankfurt, Hamburg und Berlin,
ich denke nur ein Stückchen
nach, da kommt mir Nymphenburg in den Sinn,
ich rufe aus: „Nach München!“

Ich möchte den Alten Peter besuchen
am Marienplatz Semmeln essen,
in der Allianz Arena Fuβball schauen und zu versuchen
für einen Augenblick alles zu vergessen.

Aber das ist nur ein Traum.
Nur das, was ich mir wünsche.
Ich sitze im Unterrichtsraum,
aber in Gedanken bin ich in München.

von Aizhan Karypbaeva

 

Aitkul Berdenova

Deutsche Spuren in Kasachstan

Ich bin in Kasachstan geboren, aber meine Vorfahren waren Deutsche. Deshalb beachte ich oft die Anwesenheit des Deutschen in Kasachstan. Ich fühle etwas Verwandtes in den deutschen Liedern, die man manchmal im Taxi hören kann, in den Aufschriften auf Deutsch, auf Schildern in Deutsch, Touristen aus Deutschland usw.

Dieses Projekt hat mich besonders erfreut, weil es vorführt, dass es Menschen gibt, die deutsche Spuren in Wohnorten auch beachten.

Ich lebe in der kleinen Stadt Talgar, es befindet sich neben Almaty (Kasachstan). Und für mich war das ein großes Erstaunen, dass in unserer sehr bescheidenen Stadt, wo es nicht so viel Cafés und Restaurants gibt, das große deutsche Restaurant „Byron” aufgemacht hatte, das nach dem Typ des  „Fachwerk“-Baus aufgebaut ist.

Ich stoße mit deutschen Spuren tatsächlich täglich zusammen, da ich schon fast 5 Jahre im Klub der deutschen Jugend in Almaty teilnehme, wo wir deutsche Kultur erhalten und anderem über deutsche Kultur erzählen. Derzeit studiere ich auch an der Deutsch-Kasachischen Universität.

Dieses Foto habe ich nicht zufällig gewählt, im postsowjetischen Raum kann man deutschen Automobilen oft genug begegnen. Die deutsche Autoindustrie wird weltweit als sehr hoch bewertet. Jedoch gibt es in Kasachstan mehr deutsche Gebrauchtwagen, als neue aus dem Autosalon.

In 90er Jahren war es gewinnbringend die Wagen von Deutschland nach Kasachstan zu bringen, aber jetzt geht diese „Mode“ allmählich weg. Die Menschen beginnen, neue deutsche Autos in den Salons zu kaufen, die in ganz Kasachstan genug eröffnet wurden.

Kasachstan arbeitet mit Deutschland heute eng zusammen, deshalb ist die deutsche Anwesenheit hier wirklich greifbar.

von Anastassiya Koroleva 

 

Inara Nametova

Der Zug des Lebens

Die Bahn. Der Zug kommt immer  pünktlich an. Die  erste Haltestelle – „Entbindungsheim“. Alle Passagieren steigen ein und der Zug fährt ab. Er fährt  „Kindergarten“ Haltestelle vorbei. Hier läuft die Zeit schnell und fröhlich bis zur nächste Haltestelle – „Schule“. Um weiter zu fahren muss man sich  bemühen und brav sein… Viele Kilometer sind schon vorbei und in der Nähe ist die „Univärsitäthaltestelle“. Zugführer  macht die Tür auf, aber Niemand steigt aus. Alle haben Lust weiter zu fahren, weil jeder weiß, dass Luxusspeisewagen mit leckere Alkoholgetränke und unabhängiges Leben wartet! Leider können nicht alle diese schöne Reise fortzusetzen und beenden. Der Zug kennt viele Geschichte… Manche sind lustig, die Andere – nicht. Aber das ist eine andere Geschichte. Meine Damen und Herren, bitte einsteigen. Türe schließen. Vorsicht bei der Abfahrt. Gute Reise und viel Erfolg!

von Valentina Kos

 

Elena Soboleva

Eine echte EXA

Unsere ganze Welt besteht aus verschiedenen Dingen und Erfindungen. Wir können uns auch nicht vorstellen, wie  weit die menschliche Phantasie ist. Wie viele Stunden und Kräfte brauchten die Menschen um Etwas zu projektieren. Und welche Inspirationsquelle  hatten sie.

Wenn wir einige Objekte sehen, zum Beispiel ein rotes Tuch, das eine alte Frau beim Spazierengehen um den Hals trägt, können wir nicht verstehen, warum sie es trägt, da es mit ihrem Mantel nicht zusammenpasst und es nicht kalt ist. Häufig können diese Dinge nicht beachtet werden, weil wir die Vorgeschichte wissen. Die Frau trägt dieses Tuch, weil es Geschenk von ihrer Tochter ist, die jetzt sehr fern ist. Dieses Tuch erinnert sie an die Zeit, als sie zusammen  im Park spazieren gingen.  Und das alte Modell des Fotoapparates in den Händen von jungem Mann ist für uns sinnlos auf den ersten Blick. Denn in unserer Zeit hat jeder Mensch Handy mit digitaler Kamera. Aber warum fotografiert er mit diesem seltsamen Fotoapparat …. Es könnte ein Geschenk aus der Vergangenheit seines Großvaters sein.  Alle Sachen haben einige sehr geheimnisvolle Geschichten seit der Erfindung bis unserer Zeit.

Gewöhnlich sehen wir die Sachen und denken nur über die Funktionalität und die Kombinierung, manchmal denken wir über ihren Preis oder haben Lust, diese Sache zu beherrschen. Es ist selbstverständlich, weil die Zeit sehr schnell vergeht. Und die Leute vergessen oft alles außer ihrer Arbeit oder Ausbildung. Der Alltag tötet Emotionen und Interessen.

Sehen Sie sich dieses Foto an. Woran denken Sie?

Wir können uns etwas vorstellen.

Wahrscheinlich saß ein junger Wissenschaftler im Jahre 1930 in seinem kleinen Zimmer in München vor einem geöffneten Fenster. Aus dem Fenster kam der Lärm einer belebten Straße. Quer durch den Raum, wurden die Zeichnungen und die Fotos von den erfolglosen Tests verstreut. Er versuchte ein Verfahren der Exaktheit von dem Objektiv zu verbessern. Er sah das Ziel und strebte, er stellte sich Wirksamkeit vor. Aber wahrscheinlich konnte er sich nicht vorstellen, welchen Beitrag er zur Geschichte der Fotografe gemacht hat und wie es weltweit entwickelt und in der ganzen Welt verbreitet wird. Wie konnte er sich nicht vorstellen, welches Schicksal diese Technologien haben und wie sie in anderen Ländern verwendet werden. Umso mehr wusste er nichts über Kasachstan. Jahre später erreichte er sein Ziel und hatte die Nachkommen, die verschiedenen Modelle von Kameras entwickelten. Diese Geschichte hätte mit dem Erfolg der Wissenschaftler und der Freude von den deutschen Fotografen beenden können. Aber eine ihre Fortsetzung war in Kasachstan.

Wir können nur vermuten, was seine Inspirationsquelle war. Vielleicht wollte er etwas verkörpern, was die anderen nicht konnten. Oder die Schaffung von dieser Kamera hat eine romantische Legende. Er war von der Schönheit seiner Frau inspiriert und wollte sie erfassen.

Im fernen Kasachstan träumte ein jüngerer Mann von seiner Kinderzeit an Fotograf zu sein. Er schwärmte für die Fotoausrüstung und die Manifestation der Bilder. In den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war dieses Prozess  noch geheimnisvoll und zauberhaft. Es war im Dunkeln nur beim Licht einer roten Laterne. Die Bilder erschienen auf weißem Blatt in der speziellen Lösung. Später war sein Liegenschaft der Frage von Leben – Ich verstehe diesen Satz nicht.

Sein erster Großankauf  war das Fotoapparat von deutscher Märke „EXA“ und während der Jahre der Arbeit ist es ihm gelungen, viele Modelle dieser Marke zu schauen. Er hatte Erfolg und wollte mehr von dieser Kunst erfahren, auf diese Weiße kaufte er dieses Buch von Wurst in Tselinograd und hoffte es zu übersetzen. Aber jetzt übersetzt seine Tochter dieses Buch. Er ist ein erfolgreicher Fotograf und hat die große Sammlung seiner Fotos aus verschiedenen Epochen, während die digitalen Fotokameras die Filmfotoapparate verdrängen.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass jedes Ding seine eigenartige Geschichte hat. Der Erfinder und die Benutzer dieses Dinges sind auf eine geheime Weise miteinander verbunden, obwohl sie räumlich und zeitlich weit voneinander sind. Ich habe eines der Beispiele eigeführt, in dem ein Gerät, das in Deutschland erfunden wurde, dann in Kasachstan verwendet wurde. Es gibt noch mehrere Beispiele, da Deutschland mit seinen Erfindungen von hoher Qualität weltweit berühmt ist.

von Sofiya Shtro

Du kannst mehr Deutsch, als Du denkst! // Wettbewerb

Einen Monat lang waren wir auf Fotojagd und haben Spuren der deutschen Sprache in unserem Alltag gesucht. Herausgekommen sind dabei viele wundervolle Fotos, von denen wir hier einige präsentieren. Und jetzt kommst Du:

Suche Dir aus allen Fotos eines aus und schreibe dazu eine Geschichte, einen Essay, eine SMS oder ein Gedicht und sende es bis zum 10. Mai 2017 an
Zhazira.Nassyrova@almaty.goethe.org

Die besten Beiträge werden auf der Homepage der Sprachlernzentren veröffentlicht. Darüber hinaus gewinnen die besten Teilnehmenden eine Teilnahme am Seminar „Medien und Meinungen“, das im Zeitraum 05.-12.08.2017 in Deutschland stattfinden wird.

Voraussetzung für Teilnahme:

  • Alter 18-24 Jahre (Ausnahmen auf Antrag)
  • Du hast besonderes Interesse an Publizistik, Foto, Film
  • Du bringst die Bereitschaft zur vollständigen Teilnahme an dem Seminar und zur Mitarbeit am Blog/ an den Projekten mit
  • Du hast einen gültigen Reisepass und bist 18-24 Jahre alt
  • Du verfügst über gute Deutschkenntnisse (mindestens B1)

Bischkek

Asel Taalaibekova

Kanaat Temirbolotov

Nurayim Malik Kyzy

Nurzada Rakymzhanova

Tatiana Klimenko


Karaganda

Daniel Amanzholov

Katya Kistanova

Katya Kistanova

Nurlan Ybrayev

Olesya Gauptfleisch


Kostanai

Damir Zhilkaidarow

Aitkul Berdenova

Elena Soboleva

Inara Nametova

Yelizaveta Belozerskaya


Pawlodar

Dias Kamshebaev

Dilyara Kerimbaeva

Dilyara Kerimbaeva

Elmira Mustafinova

Nadezhda Shnaider

Deutsch-Olympiade im Sprachlernzentrum!

Am 30. März veranstaltete das SLZ eine Deutsch-Olympiade, die jedes Jahr vom Goethe-Institut Kasachstan ausgerichtet wird. Von insgesamt über 20 Teilnehmern qualifizierten sich 16 Teilnehmer aus acht Schulen für den Wettbewerb (12 für A2, 4 für B1). Die Olympiade begann bereits am frühen Morgen und dauerte bis in den Nachmittag an.
Es war eine spannende Entscheidung, und alle Teilnehmer konnten stolz auf ihre Leistungen, mit neuen Erfahrungen und schönen Geschenken im Gepäck, nach Hause fahren.

Die Gewinnerinnen Zhanneta Abdylaeva (A2) von der Schule No. 5 in Bischkek und Meerim Edilbekova (B1) von der Schule No. 15 dürfen sich über eine Teilnahme am Finale im Gothe-Institut in Almaty freuen. Wir gratulieren allen Teilnehmern sehr herzlich und freuen uns schon auf die Olympiade im nächsten Jahr!

Gewinnerin Zhanneta Abdylaeva (A2) von der Schule No. 5 in Bischkek

Gewinnerin Meerim Edilbekova (B1) von der Schule No. 15

Wettbewerb zum Valentinstag

Liebe Freunde der deutschen Sprache,

sind Sie in romantischer Stimmung oder gar verliebt und wollen es der ganzen Welt mitteilen? Dann nehmen Sie an unserem Wettbewerb „Ich bin verliebt und möchte es der ganzen Welt sagen…“ teil.

Sie haben die einmalige Möglichkeit, Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin auf ganz besondere Weise zum Valentinstag zu gratulieren. Unter allen Einsendungen vergeben wir einen romantischen Preis.

Die schönsten Einsendungen werden auf unserer Website und auf unserer Facebook-Seite veröffentlicht. Seien Sie kreativ, poetisch, fantasievoll und frei, denn die Werke, die die meisten Likes und Kommentare bekommen, werden mit weiteren tollen Preisen ausgezeichnet.

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Schicken Sie uns Ihre Glückwünsche, Gedichte und Liebesgeständnisse bis zum 13. Februar an folgende E-Mail: bischkek@deutsch-zentrum.com

Die Gewinner werden am Valentinstag, dem 14. Februar, benachrichtigt.

Wir freuen uns auf viele liebevolle Einsendungen, auf sprachliche Blumen und Düfte!
Ihre Ainagul Atakeeva und das Team des SLZ Bischkek

 

Filmklub — Termine 2016/2017

Termine 2017

21. Januar 2017
Als wir träumten — D 2015 — Regie: Andreas Dresen

25. Februar 2017
Lichter — D 2003 — Regie: Hans-Christian Schmid

1. April 2017
Winterschlaf — TRK 2014 — Regie: Nuri Bilge Ceylan

22. April 2017

6. Mai 2017

20. Mai 2017

3. Juni 2017

17. Juni 2017

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(geplant)

  • 300 Worte Deutsch – D 2015 – Züli Aladag
  • Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben – D 2009 – Regie: Dror Zahavi
  • Der Schlussmacher – D 2012 – Regie: Matthias Schweighöfer
  • Der Staat gegen Fritz Bauer – D 2016 – Regie: Lars Kraume

Termine 2016

24. September 2016
Meine verrückte türkische Hochzeit – D 2006 – Regie: Stefan Holts

8. Oktober 2016
Victoria – D 2015 – Regie: Sebastian Schipper

22. Oktober 2016
Der Schuh des Manitu – D 2001 – Regie: Bully Herbig

12. November 2016
Junges Deutschland – D 2014 – Jan Hendrik Drews

19. November 2016
Good Bye Lenin! – D 2003 – Regie: Wolfgang Becker

3. Dezember 2016
Das Versprechen – D 2010 – Margarethe von Trotta

Filmklub//21.01.2017//Als wir träumten

Liebe Freunde des SLZ!

Hiermit möchten wir Sie gern zum Filmklub am Samstag, den 21. Januar, um 14.00 Uhr ins SPRACHLERNZENTRUM einladen.

Wir zeigen Andreas Dresens „Als wir träumten“, eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Clemens Meyer.

„Als wir träumten“ ist der mittlerweile dritte Film in unserer Reihe, der die Zeit der Wende und des Systemwechsels in Ostdeutschland Anfang der 1990er Jahre zum Thema hat.

 

„Als wir träumten“ erzählt die Geschichte einer Clique von Jungs in Leipzig, deren größter Traum ihr eigener, unabhängiger Technoclub ist. „Als wir träumten“ ist ein in mehrerer Hinsicht brutaler Film; brutal in der Schönheit und Intensität seiner Bilder, brutal in der Direktheit sowohl den offenen Räumen als auch den Schattenzeiten der Wendezeit gegenüber, brutal aber auch in der direkten Bedeutung des Wortes: schonungslos zeigt der Film die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Clique und einer Gruppe von Skinheads, die im Laufe der Handlung an Härte beständig zunehmen.
So schreibt Katja Nicodemus in der „ZEIT“: „In dieser reinen Unmittelbarkeit der Ereignisse wirkt die immer wieder hereinbrechende Gewalt wie ein Schock. Selten hat man in einem deutschen Film so viele harte, hässliche, unheroische Schlägereien gesehen. Dass die rechtsradikalen Schläger mehr als einen Technoclub zerstören, dass sie ihren Opfern ihren Stolz und ihre Würde nehmen und, was vielleicht am Schlimmsten ist, die Solidarität der Freundschaft, erzählen Dresen und sein Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase wie nebenbei. Und doch lässt der Film keinen Zweifel daran, dass das Vakuum, das die repressiven Strukturen der DDR hinterlassen, mit einer anderen flächendeckenden Gewalt gefüllt wird.“

„Als wir träumten“ ist sicherlich kein leichter Film. Aber unbedingt sehenswert.

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TRAILER ZUM FILM:

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KRITIKEN:

„Als wir träumten ist ein rauer Film, der mit seinen Protagonisten trotzdem zärtlich umgeht, wenn sie etwa in Großmutters Wohnzimmer Punsch schlürfen und die scheinbar heile Welt genießen. Die Detailgenauigkeit, eine Stärke aller Andreas-Dresen-Filme, trifft sich hier mit der Präzision des Drehbuchs von Wolfgang Kohlhaase […]. Die Ausstattung, die Schauplätze sind perfekt gewählt und atmosphärisch dicht. Teils schwer erträgliche Szenen werden extrem ausgereizt und erhöhen die Authentizität der Handlung und des Milieus. Die unbändige Kraft junger Männer wird hier sichtbar, die sich aber auch gegen sie selbst wendet. Ihr Kontrollverlust macht sie zu Verlierern, zu Absteigern, noch ehe sie die Gelegenheit ergreifen können, ihre Kräfte positiv einzusetzen.“
– Jury der Deutschen Film- und Medienbewertung

„Dresen […] will uns mit der Entwicklung der Handlung überraschen, und, […] das gelingt ihm. […] [Der] Film ist übersichtlich, weil er [mit Ausnahmen] streng chronologisch erzählt. […] Wenn [Dani] in der meisterhaften Inszenierung der besten Romanszene seine Freunde Mark und Rico aus Feigheit verrät, gelingt es Dresen und seinem Kameramann Michael Hammon, Danis eigene Verzweiflung darüber deutlich zu machen. Auch so etwas hat man im deutschen Kino lange nicht mehr gesehen […]. […] ‚Als wir träumten‘ würde jedes Festival der Welt zieren. Weil es sich um Weltklassekino handelt.“
– Andreas Platthaus: Frankfurter Allgemeine Zeitung

Statt eines in seiner Kompaktheit überwältigenden Coming-of-Age-Epos hat Andreas Dresen einen Film gedreht, der Lücken lässt und damit die Erzählung auch für politische Interpretationen öffnet. Wie Dani und Mark muss man sich letztlich entscheiden: Will man an der Gegenwart verzweifeln? Oder traut man sich, noch einmal zu träumen – von einem anderen Leben und vielleicht auch von einem anderen Land?
– Hannah Pilarczyk, Spiegel Online

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Wir freuen uns, Sie am Samstag zu Film und Gespräch begrüßen zu dürfen

und grüßen sehr herzlich —

Moritz Gause und das SLZ-Team

Filmklub//3.12.2016//Herr Lehmann

Liebe Freunde des SLZ!

In der nächsten Woche fahre ich für einen Monat nach Deutschland. Daher möchte ich Sie zu diesem Anlass gern zum letzten Filmklub dieses Jahres am Samstag, den 3. Dezember, um 14.00 Uhr ins SPRACHLERNZENTRUM einladen. Wir zeigen „Herr Lehmann“, einen Spielfilm von Leander Haußmann aus dem Jahr 2003.

Im letzten Filmklub sahen wir „Good Bye Lenin“ einen Film aus dem gleichen Jahr, über den Wandel der Zeiten, über Heimat, Geschichte und über das Problem, in der Realität anzukommen. „Good Bye Lenin“ und „Herr Lehmann“ spielen in der selben Zeit – der des Mauerfalls. Und doch ist „Herr Lehmann“ ganz anders, wenn auch ebenso lustig.

plakat

„Herr Lehmann“ ist die Geschichte von Frank Lehmann, den seine Freunde nur – „Herr Lehmann“ nennen. Denn Frank/Herr Lehmann wird bald 30. Der Ernst des Lebens hat für ihn trotz seines Alters noch längst nicht begonnen, oder wir können auch sagen: er hat den Ernst des Lebens bis jetzt erfolgreich von sich fernhalten können. So wie alle seine Freunde, allesamt große Meister der Verzögerung (und der ausgedehnten Nächte). Lehmann lebt im Kreuzberg der Künstler, Lebenskünstler und Trinker. Ein Kreuzberg, dass vorwiegend aus Nacht zu bestehen scheint, und aus kopfschmerzbeschwerten Morgen. Der Besuch der kleinbürgerlichen Eltern, die komplizierte Zuneigung zu einer so schönen wie streitbaren Köchin und zu guter Letzt auch der psychische Totalzusammenbruch seines besten Freundes erschüttern Lehmanns gemütliches Phlegma erheblich. Bis ein gänzlich unvorhergesehenes Ereignis nicht nur Lehmanns Welt auf den Kopf und die antibürgerlichen Lebensentwürfe der Kreuzberger Kiezbewohner in Frage stellt.

TRAILER ZUM FILM:

Wir freuen uns, Sie am Samstag zu Film und Gespräch begrüßen zu dürfen
und grüßen sehr herzlich —
Moritz Gause und das SLZ-Team

 

Filmklub am 19. November 2016 — Good Bye Lenin

Liebe Freunde des SLZ!

Hiermit möchten wir Sie gern zum Filmklub am Samstag, den 19. November, um 14.00 Uhr ins SPRACHLERNZENTRUM einladen.

Wir zeigen „Good Bye Lenin“, einen Spielfilm von Wolfgang Becker aus dem Jahr 2003.
„Good Bye Lenin“ ist ein Film über den Wandel der Zeiten, über Heimat, Geschichte und über das Problem, in einer neuen Realität anzukommen.

goodbyelenin

„Good Bye Lenin“ zeigt die Geschichte einer Familie, die schwer mit den Veränderungen zu kämpfen hat, die die politische Wende von 1989 mit sich brachte. Im Laufe der Auseinandersetzung mit diesem Konflikt lernt die Familie, was die DDR wirklich für sie bedeutet hat, fern aller Propaganda. Was gut, und was schlecht war. Und welche Hoffnungen und Aufgaben die neue Zeit mit sich bringt.
Wer den Wandel, den Deutschland innerhalb der vergangenen 26 Jahre durchlebt hat, verstehen will, ist mit diesem Film gut beraten.

TRAILER ZUM FILM:
https://www.youtube.com/watch?v=60CbjEzIOTA

KRITIKEN:

Lexikon des internationalen Films:
„Eine warmherzige melancholische Komödie mit ansprechenden Ideen und hervorragenden darstellerischen Leistungen, der mitunter etwas die Konsequenz fehlt, was durch plakative Einfälle wettgemacht werden soll.“

epd Film:
„Good bye, Lenin! ist auch ein Film der großen Gefühle, voll origineller Ideen und einer Leichtfüßigkeit, die von vorn herein jede Wehleidigkeit ausschliesst.“

Prisma Online:
„Nach mehreren Jahren Regie-Pause überrascht Wolfgang Becker mit einer überaus frischen, vielfach preisgekrönten Ost-West-Komödie mit sensibel erzählten tragischen Zwischentönen. Dank großartiger Darsteller und einem brillanten Drehbuch ist dies ein wunderbarer Film aus Deutschland, wie man ihn gerne öfter sähe.“

Deutsche Welle:
„Mit ‚Good bye Lenin!‘ schuf Regisseur Wolfgang Becker vielleicht den ultimativen Film zur Wende in Deutschland. Anders als andere Filme verspottet er den Osten nicht und er macht sich auch nicht auf zynische Weise lustig über die aus westlicher Sicht hinterwäldlerischen DDR-Bewohner. Vielmehr strahlt „Good bye Lenin!“ eine liebevolle Wärme und Menschlichkeit aus, die beim Publikum seinerzeit besonders gut ankam – im Westen wie im Osten. ‚Good bye Lenin!‘ ist auch eine außergewöhnliche Komödie über die Liebe eines Sohnes zu seiner Mutter. Daniel Brühl und Katrin Saß sind in ihren Rollen mal hinreißend komisch, dann wieder rührend, ja sogar tragisch. Wolfgang Beckers Film zeigt aber auch ganz heiter-melancholisch, dass die DDR, obwohl sie eine sozialistische Diktatur war, für zigtausend Menschen eine Heimat war, die ihnen plötzlich mit dem Fall der Mauer genommen wurde.“

Wir freuen uns, Sie am Samstag zu Film und Gespräch begrüßen zu dürfen

und grüßen sehr herzlich —
Moritz Gause und das SLZ-Team

Filmklub am 12. November 2016 — Junges Deutschland (Dokumentation)

Liebe Freunde des SLZ!

Hiermit möchten wir Sie gern zum Filmklub am Samstag, den 12. November, um 14.00 Uhr ins SPRACHLERNZENTRUM einladen. Wir zeigen „Junges Deutschland“, eine Dokumentation aus dem Jahr 2014.

junges-deutschland

 

„Junges Deutschland“ zeigt in liebevoll und detailreich inszenierten Szenen das Leben junger Menschen in Deutschland in den vergangenen hundert Jahren und bietet eine bewegende Zeitreise durch die zahlreichen Jugendkulturen des vergangenen Jahrhunderts. Besonders gelobt wurde der Film für die sowohl technisch als auch ästhetisch aufwendig rekonstruierten historischen Sequenzen, die ein authentisches Bild der jeweiligen Zeit zeichnen.

KRITIK:
„Ein sehenswertes Projekt, ein generationenüberschreitendes: So müssen die Großeltern gelebt haben, das bewegte die Eltern! Für historisch Interessierte ohnehin spannend, ist das auch gut aufbereiteter Stoff für den Schulunterricht.“
Hayke Lanwert – DerWesten

„Was „Junges Deutschland“ aber ganz entschieden aus der Vielzahl vergleichbarer Produktionen heraushebt, sind die szenischen Rekonstruktionen, die Drevs stilistisch dem jeweiligen Stand der Technik zum Verwechseln ähnlich angepasst hat. Dank Kostüm, Ausstattung und Maske sind die Spielszenen von den zeitgenössischen Aufnahmen nicht zu unterscheiden; meist erkennt man sie nur daran, dass man irgendwo Mühe und Ullmann entdeckt.“
– Tilmann P. Gangloff – Frankfurter Rundschau

Wir freuen uns, Sie am Samstag zu Film und Gespräch begrüßen zu dürfen
und grüßen sehr herzlich —
Moritz Gause und das SLZ-Team